Kassenführung bei Einnahmen-Überschuss-Rechnung

 

Bei einem sog. Einnahmen-Überschussrechner gibt es keine gesetzliche Verpflichtung zur Führung eines Kassenbuches. Ebenso gibt es keine Verpflichtung eine Registrierkasse vorzuhalten. Die Erstellung eines Tageskassenberichts (evtl. mit Zählprotokoll) ist auch nicht erforderlich.


Diese Aussagen gelten sowohl für Gewerbetreibende als auch für Freiberufler.

Wichtig:


Werden bei dieser Gruppe freiwillig Kassenbücher geführt, dann gelten für diese Kassenbücher dieselben Anforderungen wie bei bilanzierenden Betrieben.
Von der Verpflichtung, die Einnahmen und Ausgaben vollständig und richtig aufzuzeichnen, sind diese Steuerpflichtigen deswegen aber nicht entbunden.
Auch im Rahmen dieser Gewinnermittlungsart ist es erforderlich, die Vollständigkeit der Einnahmen darstellen zu können.

Hierzu regelt § 146 Abs. 1 Satz 2 Abgabenordnung (AO):
Kasseneinnahmen und Kassenausgaben sollen täglich festgehalten werden.
Wie die Aufzeichnungen zu führen sind, gibt das Gesetz nicht vor.

Die Ermittlung der Bar-Einnahmen ist z.B. möglich durch einen täglichen Kassenbericht.
Ebenso ist es möglich eine Registrierkasse zu führen. Wird eine Registrierkasse geführt, so ist es nicht ausreichend, nur die Z-Bons auszudrucken und aufzubewahren. Soweit eine mechanische Kasse vorliegt, sind auch die Registrierkassenstreifen auszudrucken und aufzubewahren.


Soweit eine elektronische Registrierkasse geführt wird, sind sämtliche elektronische Daten aufzubewahren und auf Verlangen vorzulegen.