Vergütungen ehrenamtlicher Tätigkeiten im Fokus des Finanzamts

 

Gerne ruft der Staat zum Ehrenamt auf und entwirft sogar entsprechende Gesetze um dieses bürgerschaftliche Engagement zu fördern. Allerdings schaut er auch gleichzeitig sehr genau hin, wenn es um die Vergütungen ehrenamtlicher Tätigkeiten geht. Diese sind nämlich nur dann z.B. umsatzsteuerfrei, wenn reinweg Auslagen ersetzt werden oder das Zeitversäumnis angemessen entschädigt wird.

Angemessen sind z.B. Entgelte für die ehrenamtliche Tätigkeit, wenn - die Entschädigung maximal 50 € je nachgewiesener und nachvollziehbar dokumentierter Tätigkeitsstunde beträgt und - die Vergütung für die gesamten ehrenamtlichen Tätigkeiten 17.500 € im Jahr nicht übersteigt.

Entgelte für eine ehrenamtliche Tätigkeit sind aber umsatzsteuerpflichtig, wenn - sie über einen Auslagenersatz und eine angemessene Entschädigung für Zeitversäumnis hinausgehen oder - sie als pauschale monatliche oder jährliche Vergütungen gezahlt werden, die vom tatsächlichen Zeitaufwand unabhängig sind.

ACHTUNG!
Auch der reine Auslagenersatz bzw. eine angemessene Entschädigung nach Zeitaufwand werden umsatzsteuerpflichtig, wenn daneben eine pauschale Vergütung gezahlt wird.

Empfehlung:
Die verschärften Dokumentationspflichten und die Vergütung des tatsächlichen Zeitaufwands verursachen für Vereine einen erheblichen Mehraufwand. Prüfen Sie bestehende Vereinbarungen mit ehrenamtlich Tätigen und vergüten Sie nur noch den tatsächlichen Zeitaufwand. Sprechen Sie uns an, wir beraten Sie gern