Vorsteuerabzug aus Eingangsrechnungen

 

Der Europäische Gerichtshof hatte im Urteil vom 15.7.2010 „Pannon Gép Centrum“ entschieden, dass eine Rechnungsberichtigung in Bezug auf den Vorsteuerabzug auch Rückwirkung haben kann.

Bis allerdings die Auswirkungen dieses EuGH-Urteils auf das Umsatzsteuerrecht der Bundesrepublik Deutschland höchstrichterlich geklärt sind, müssen die Eingangsrechnungen nach wie vor auf das Vorliegen aller Voraussetzungen des § 14 Abs. 4 Umsatzsteuergesetz (UStG) überprüft werden, wenn der Vorsteuerabzug aus diesen Rechnungen sicher gestellt werden soll.

Nachstehend finden Sie eine Checkliste der Voraussetzungen für den Vorsteuerabzug nach § 14 Abs. 4 UStG:

Vollständige Anschrift und vollständiger Name des leistenden Unternehmers
Vollständiger Name und vollständige Anschrift des Leistungsempfängers
Angabe der Steuernummer oder Umsatzsteuer-Identifikationsnummer
Ausstellungsdatum der Rechnung
Fortlaufende Rechnungsnummer
Beschreibung der erbrachten Leistung (handelsübliche Bezeichnung nach Menge und Art der gelieferten Gegenstände oder Umfang und Art der sonstigen Leistung)
Zeitpunkt der Lieferung oder sonstigen Leistung
Entgelt
Steuersatz und Steuerbetrag
Hinweis auf die Aufbewahrungspflicht des Leistungsempfängers in den Fällen des § 14b Abs. 1 Satz 5 UStG (Ausführung einer steuerpflichtigen Werklieferung oder sonstigen Leistung im Zusammenhang mit einem Grundstück)

Sollte eine Ihrer Eingangsrechnungen eine der vorgenannten Voraussetzungen nicht erfüllen, wenden Sie sich bitte an uns. Wir beraten Sie gerne hinsichtlich der weiteren Vorgehensweise gegenüber dem Aussteller der fehlerhaften Rechnung.