Steuerfalle Existenzgründung

 

Stellen Sie sich vor, Sie wollen ein Unternehmen in der Rechtsform einer GmbH gründen. Um dabei alles richtig zu machen besuchen Sie extra einen Kurs für Existenzgründer und lassen sich von einer Unternehmensberatung einen sogenannten „Business-Plan“ erstellen.

Nun kommen die Rechnungen ins Haus – bei den Rechnungssummen kommen Sie erst einmal ins Schlucken, aber Sie sind ja Unternehmer und können zumindest die Vorsteuer wieder „vom Finanzamt zurückholen“ oder?

Tja, da wäre im Vorfeld auch ein Gang zum Steuerberater sinnvoll gewesen – denn den Vorsteuerabzug könnten Sie nur in Anspruch nehmen, wenn Sie Vermögensgegenstände erworben hätten, um diese auf die neu gegründete GmbH zu übertragen. Beratungsleistungen sind aber keine solchen Investitionsgegenstände, ein Vorsteuerabzug ist daher grundsätzlich nicht möglich.

Dies hat der BFH unlängst bestätigt und mit der rechtlichen Eigenständigkeit einer GmbH begründet. Anders jedoch, wenn Sie bereits eine Vorgesellschaft begründet hätten. Diese entsteht mit Abschluss des Gesellschaftsvertrags der GmbH und endet automatisch mit der Eintragung der GmbH in das Handelsregister. Diese ist mit der durch die Eintragung entstehenden GmbH identisch, so dass die GmbH auch die Vorsteuern aus Beratungsleistungen der Vorgesellschaft geltend machen kann.

Sie sehen also, auch in Existenzgründungsfällen lohnt sich eine frühzeitige steuerliche Beratung. Gerne unterstützen wir Sie hier in allen steuerlichen Belangen – und auch für Fragen der betriebswirtschaftlichen Beratung stehen wir als Steuerberater Ihnen gerne mit unserem umfangreichen praktischen Wissen als kompetenter Gesprächspartner zur Verfügung!