Pauschbeträge für unentgeltliche Sachentnahmen

 

Entnahmen von Waren aus einem Betriebsvermögen für nicht betriebliche Zwecke sind in der Gewinnermittlung gewinnerhöhend zu berücksichtigen und der Umsatzsteuer zu unterwerfen, sofern für den Warenbezug ein Vorsteuerabzug geltend gemacht wurde.

Zur Bewertung von Waren für den privaten Verbrauch setzt die Finanzverwaltung für Einzelhandelsgeschäfte und Gaststätten Pauschalbeträge fest, welche vom Steuerpflichtigen angesetzt werden können, sodass Einzelaufzeichnung entbehrlich werden. Mit Schreiben vom 16.12.2015 hat das BMF die für 2016 geltenden Pauschalbeträge für voll unentgeltliche Wertabgaben (Sachentnahmen) bekannt gegeben. Folgende Werte sind danach für ertragsteuerliche sowie umsatzsteuerliche Zwecke anzusetzen:

Gewerbezweig

Jahreswert p. P. ohne USt

 

USt-Satz

 

7 %

19 %

insgesamt

Bäckerei

1.199

404

1.603

Fleischerei/Metzgerei

930

835

1.765

Gaststätten

a) mit Abgabe von kalten Speisen

1.172

983

2.155

b) mit Abgabe von kalten und warmen Speisen

1.616

1.764

3.380

Getränkeeinzelhandel

95

297

392

Café und Konditorei

1.158

647

1.805

Milch, Milcherzeugnisse, Fettwaren und Eier (Eh.)

647

68

715

Nahrungs- und Genussmittel (Eh.)

1.320

754

2.074

Obst, Gemüse, Südfrüchte und Kartoffeln (Eh.)

297

216

513

 

Beachten Sie:
Der Ansatz der Pauschalwerte dient der Vereinfachung und lässt keine Zu- oder Abschläge wegen individueller persönlicher Ess- oder Trinkgewohnheiten zu. Auch Krankheit oder Urlaub rechtfertigen keine Änderung der Pauschbeträge. Für Kinder bis zum vollendeten 2. Lebensjahr entfällt der Ansatz eines Pauschbetrags, bis zum vollendeten 12. Lebensjahr ist die Hälfte des jeweiligen Werts anzusetzen. Bei gemischten Betrieben (zum Beispiel Metzgerei mit angeschlossener Gastwirtschaft) ist nur der jeweils höhere Pauschbetrag anzusetzen.