Nachweis von Betriebsausgaben durch Eigenbelege

Für bestimmte Aufwendungen können immer wieder keine Belege vorgelegt werden. Der betrieblich veranlasste Aufwand wird in diesen Fällen (praxisgerecht) geschätzt und als Betriebsausgaben erfasst. Dabei handelt es sich häufig um Büromaterial, Porto, Bewirtung im eigenen Haus. Hier stellt sich die Frage, ob diese Aufwendungen rechtssicher als Betriebs-ausgaben erfasst werden?

Lediglich bei betrieblich veranlassten Aufwendungen für die üblicherweise kein Beleg erstellt wird, kann ein Eigenbeleg erstellt werden - der auch von Seiten der Finanzverwaltung anzuerkennen ist. Dies wäre z.B. - Trinkgelder - Parkgebühren an Parkuhren - Porto an Briefmarkenautomaten (ohne Quittungsmöglichkeit) - Telefongebühren in öffentlichen Telefonhäuschen Dazu ist erforderlich, dass zeitnah (am Tag der Verausgabung) ein Eigenbeleg erstellt wird, aus dem Betrag, Datum, Zweck und Empfänger der Zahlung ersichtlich sind Büromaterial und Postwertzeichen werden regelmäßig im Schreibwarenladen bzw. bei der Post(agentur) erworben.

Da ist die Quittung jederzeit zumutbar. Hier dürfte die Chance auf Durchsetzung von Betriebs-ausgaben ohne Beleg sehr niedrig sein. Anders ist dies bei den Parkgebühren an Parkuhren (wobei die Parkuhren immer häufiger durch Parkautomaten mit Quittung ersetzt werden) und bei der Bewirtung zuhause, wenn hierzu privat einkaufte Lebensmittel verwendet werden. Allerdings setzt dies – wie oben ausgeführt – entsprechende Eigenbelege voraus.