Reduzierung des Verwaltungsaufwands beim LSt-Ermäßigungsverfahren

Die Freibeträge für das LSt-Ermäßigungsverfahren mussten bisher jährlich neu beantragt werden. Nun ist Entlastung in Sicht. Die Freibeträge können bis zu 2 Jahre gelten.

Durch Amtshilferichtlinie-Umsetzungsgesetz vom 26.6.2013 wurde in § 39a Abs. 1 Einkommensteuer-gesetz (EStG) geregelt, dass die Freibeträge im Lohnsteuer-Ermäßigungsverfahren für 2 Kalenderjahre gelten. Allerdings konnte die Regelung bis jetzt noch nicht angewendet werden. Denn § 52 Abs. 37 EStG bestimmte, dass die Anwendung durch ein Schreiben des Bundesfinanz-ministeriums (BMF) geregelt wird.
Dieses BMF-Schreiben liegt nun vor. Am 21.5.2015 wurde das Startschreiben zur erstmaligen Anwendung dieser Regelung herausgegeben.

Als Starttermin für das Verfahren der zweijährigen Gültigkeit von Freibeträgen im Lohnsteuer-Ermäßigungsverfahren wurde der 1.10.2015 festgelegt. Ab diesem Zeitpunkt können die Arbeitnehmer den Antrag auf Bildung eines Freibetrags nach § 39a EStG für einen Zeitraum von längstens zwei Kalenderjahren mit Wirkung ab dem 1.1.2016 bei ihrem Wohnsitzfinanzamt stellen.