Kirchensteuerabzug bei Abgeltungsteuer ab 01.01.2015

Die Kirchensteuer wird im Rahmen der Abgeltungsteuer bis jetzt nur auf Antrag des Gläubigers der Kapitalerträge einbehalten. Mit Wirkung ab 01.01.2015 wird das Antragsverfahren durch ein verpflichtendes automatisiertes Verfahren abgelöst.


Der automatisierte Datenabruf gilt künftig für alle zum Steuerabzug vom Kapitalertrag Verpflichteten. Dies bedeutet, dass zukünftig auch ausschüttende Kapitalgesellschaften für die Ermittlung der Kirchensteuerpflicht ihrer Kapitalertragsempfänger verantwortlich sind. In einer Pressemitteilung vom 04.03.2014 weist das Bayerische Landesamt für Steuern insbesondere auf die Möglichkeit zur Eintragung eines sog. Sperrvermerks hin. Zu beachten ist hierbei insbesondere, dass die Sperrvermerkserklärung spätestens am 30.06.2014 beim Bundeszentralamt für Steuern eingegangen sein muss, wenn bereits ab 01.01.2015 eine solche Sperrwirkung gewünscht ist.


Wird ein Sperrvermerk eingetragen, werden keine Daten zur Religionszugehörigkeit an den Schuldner der Kapitalerträge übermittelt.

Allerdings bewirkt dies, dass die entsprechenden Kapitalerträge in der Einkommensteuererklärung angegeben werden müssen.