Reparaturen wegen Falschbetankung und Werbungskosten

Werden die Fahrten Wohnung – Arbeitsstätte mit dem eigenen Kfz durchgeführt, dann sind mit der Entfernungspauschale sämtliche Aufwendungen abgegolten, die durch diese Fahrten entstehen. Eine Ausnahme gilt für Unfallkosten auf der Fahrt Wohnung – Arbeitsstätte. Diese sind neben der Entfernungspauschale als Werbungskosten zu berücksichtigen. Vgl. Tz. 4 des BMF-Schreibens vom 3.1.2013, IV C 5 - S 2351/09/10002.


Sollten durch eine Falschbetankung Reparaturen (im Entscheidungsfall Motorschaden) erforderlich sein, so sind diese Aufwendungen nach Auffassung der Finanzverwaltung keine Unfallkosten und mit der Entfernungspauschale abgegolten.

Diese Rechtsauffassung wurde zwischenzeitlich durch den BFH bestätigt.
Mit Urteil vom 20.3.2014, VI R 29/13 (am 25.6.2014 auf der Internetseite des BFH veröffentlicht) hat der BFH entschieden, dass auch außergewöhnliche Aufwendungen mit der Entfernungspauschale abgegolten sind.


Somit können die Reparaturaufwendungen anlässlich der Falschbetankung nicht als abziehbare Werbungskosten geltend gemacht werden.