Hochwasserkatastrophe 2013 und Behandlung der Wiederaufbauhilfen und Spenden

Es stellt sich im Rahmen der Abschlusserstellung für 2013 die Frage, wie die gewährten Sofort- bzw. Wiederaufbauhilfen bei Privatpersonen zu behandeln sind.

Erhalten Privatpersonen Sofort- bzw. Wiederaufbauhilfen für die Beseitigung von Hochwasserschäden an Mietobjekten, gehören diese grundsätzlich nicht zu den Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung (§ 21 EStG).
Handelt es sich bei den bezuschussten Aufwendungen um Erhaltungsaufwendungen, sind diese nur vermindert um den Zuschuss als Werbungskosten absetzbar.
Handelt es sich bei den Aufwendungen hingegen um Herstellungskosten, sind die Absetzung für Abnutzung (AfA), die erhöhten Absetzungen oder die Sonderabschreibungen nach den um den Zuschuss verminderten Herstellungskosten zu bemessen.

Bei Steuerpflichtigen, denen wegen der Hochwasserkatastrophe Spenden im Rahmen der Förderung mildtätiger Zwecke zugewendet werden und die diese im Bereich der Einkünfteerzielung verwenden bzw. einsetzen (z.B. zur Schadensbeseitigung im Betrieb oder an einem vermieteten Gebäude), liegen keine steuerpflichtigen Betriebseinnahmen bzw. Einnahmen vor. Die Zuwendungen erfolgen außerhalb der Einkünfteerzielung. Hier erlangt der Empfänger auf der privaten Vermögensebene einen wirtschaftlichen Vorteil.
Bei der Verwendung der Spenden für die Wiederherstellung eines durch die Hochwasserkatastrophe geschädigten Betriebs sind die erhaltenen Geldmittel oder Wirtschaftsgüter gewinnneutral in das Unternehmen einzulegen.