Einmal mehr ist am Ende vielleicht weniger - mit vorausgezahlten Krankenversicherungsbeiträgen können Steuern gespart werden

 

Seit 2010 sind Krankenversicherungsbeiträge (KV-Beiträge) in unbegrenzter Höhe abziehbar, soweit sie auf eine Basisversorgung entfallen. Dabei sind sogenannte Komfortleistungen (Chefarztbehandlung, Ein-Bettzimmer Krankenhaus, etc.) aus den KV-Beiträgen heraus zu rechnen. Pflegepflichtversicherungsbeiträge (PV-Beiträge) sind immer in unbegrenzter Höhe abziehbar.

Andere Versicherungsbeiträge (beispielsweise Beiträge zu Haftpflicht- oder Unfallversicherungen) sind nur abziehbar, wenn sie zusammen mit den KV- und PV-Beiträgen die Summe von 1.900 € (bei Arbeitnehmern) bzw. 2.800 € (bei Unternehmern) nicht überschreiten. Werden diese Grenzen überschritten, entfällt die Abzugsfähigkeit aller weiteren Versicherungsbeiträge.

Allerdings wird dann noch mit einer Vergleichsrechnung geprüft, ob im Einzelfall nach dem alten (bis 2009) geltenden Recht ein höherer Sonderausgabenabzug möglich ist (= sogenannte Günstigerprüfung).

Mit Vorauszahlungen Steuern sparen:

Die Finanzverwaltung akzeptiert hierbei ab 2011 auch die Vorauszahlung von Krankenversicherungsbeiträgen bis zum Zweieinhalbfachen der laufenden Beitragszahlung. Solche Vorauszahlungen bieten sich an, wenn der Steuersatz in 2012 hoch ist und sich die sonstigen Vorsorgeaufwendungen wegen der Höchstbeträge nicht oder kaum als Sonderausgaben auswirken. Ob und in welcher Höhe Vorauszahlungen sinnvoll sind, muss im Einzelfall exakt berechnet werden.

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