Besteuerung nach vereinnahmten Entgelten


Die Umsatzsteuer entsteht grundsätzlich mit Ablauf des Voranmeldungszeitraums, in dem die Leistung ausgeführt wurde („Soll-Versteuerung“). Auf die Bezahlung der Leistung durch den Kunden kommt es dabei grundsätzlich nicht an. § 20 UStG bietet den Unternehmern, deren Gesamtumsatz im vorangegangenen Kalenderjahr nicht mehr als 500.000 € betragen hat, die Möglichkeit, die Umsatzsteuer nach vereinnahmten Entgelten zu berechnen („Ist-Versteuerung“).

Die Umsatzgrenze von 500.000 € war bis zum 31.12.2011 befristet. Durch das Dritte Gesetz zur Änderung des Umsatzsteuergesetzes wird sichergestellt, dass die Umsatzgrenze von 500.000 € ab 1.1.2012 dauerhaft für die Besteuerung nach vereinnahmten Entgelten weiter gilt. Zudem stimmt dann diese Grenze mit der für die Buchführungspflicht bestehenden Umsatzgrenze überein.