Veräußerung eines unter Repräsentationsaufwand fallenden Fahrzeugs

 

Beim BFH war die Frage zu klären, wie der Veräußerungsgewinn eines Fahrzeugs zu ermitteln ist, wenn die Betriebsausgaben des Fahrzeugs wegen sog. repräsentativem Charakter nicht vollständig anerkannt wurden.

Beispiel:

Die Anschaffungskosten des Pkw betrugen 220.000 €. Im Rahmen einer Außenprüfung wurde sich mit dem Finanzamt darauf verständigt, dass 40 % der Aufwendungen für den Pkw gem. § 4 Abs. 5 S. 1 Nr. 7 Einkommensteuergesetz (EStG) nicht abzugsfähig sind. Einige Jahres später wird das Fahrzeug zum Preis von 130.000 € netto veräußert. Der Buchwert beläuft sich im Veräußerungszeitpunkt auf 67.800 €. Lösung Die Tatsache, dass ein Teil der vor der Veräußerung des Wirtschaftsguts angefallenen Betriebsausgaben nicht abziehbar war, führt nicht dazu, dass der Veräußerungserlös um den nicht abzugsfähigen Teil der Absetzung für Abnutzung (AfA) zu mindern ist. Eine solche Vorgehensweise hätte zur Folge, dass abweichend von § 4 Abs. 5 S. 1 Nr. 7 EStG das Abzugsverbot wieder rückgängig gemacht würde.

Es wird somit weiterhin zwischen Betriebsvermögensebene und abziehbaren Aufwendungen unterschieden.

Ermittlung des Veräußerungsgewinns
Berechnung des Veräußerungsgewinns
Veräußerungserlös 130.000 €
./. Buchwert 67.800 €
Veräußerungsgewinn 62.200 €

Hinweis:

Diese ungünstige Rechtsfolge tritt auch bei der Veräußerung oder Entnahme eines häuslichen Arbeitszimmers ein, dessen Aufwendungen gem. § 4 Abs. 5 S. 1 Nr. 6b EStG nur beschränkt abzugsfähig sind.