Doppelte Haushaltsführung bei Alleinstehenden

 

In einem beim Bundesfinanzhof (BFH) liegenden Streitfall ging es um einen 43 Jahre alten Steuerpflichtigen, der am Wohnort A einen gemeinsamen Haushalt mit der Mutter unterhielt. Am Dienstort B begründete der Steuerpflichtige seinen Zweitwohnsitz. Die Wohnung in B (Dienstort) diente ihm im Wesentlichen nur als Schlafstätte.

Nach Auffassung des BFH ist damit am Dienstort weder der Haupthausstand noch der Mittelpunkt der Lebensinteressen des Steuerpflichtigen. Bei älteren, wirtschaftlich selbständigen, berufstätigen Kindern, die mit ihren Eltern in einem gemeinsamen Haushalt leben, ist davon auszugehen, dass ihnen dieser Haushalt (somit Haushalt in A) als eigener Haushalt zugerechnet werden kann. Dies auch aus dem Grund, da diese Kinder die Führung des Haushalts maßgeblich mitbestimmen.

Somit sind die Kosten der doppelten Haushaltsführung als Werbungskosten bei den Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit zu berücksichtigen.

Mit Urteil vom 16.1.2013, Az. VI R 46/12 hat der BFH dieses positive Urteil zu Gunsten Alleinstehender gefällt.