Fahrten eines Selbständigen zum einzigen Auftraggeber

 

Das Finanzgericht Düsseldorf hat mit Urteil vom 19.2.2013, Az. 10 K 829/11 E, entschieden, dass die Einsatzstelle beim Kunden keine Betriebsstätte nach § 12 AO darstellt.

Dem Urteil lag folgender Sachverhalt zugrunde: Ein Unternehmer U ist im Bereich der EDV tätig. Zum einzigen Auftraggeber (X-GmbH) fuhr U täglich mit seinem eigenen Pkw. Beim Auftraggeber wurde ihm ein Raum zur Erledigung der Aufträge zur Verfügung gestellt. Es war aber nicht möglich in diesem Raum andere Tätigkeiten (z.B. Verwaltungsarbeiten) zu erledigen.

Das Finanzamt vertrat die Auffassung, dass die Fahrten vom Wohnsitz des U zum Auftraggeber als Fahrten Wohnung-Betrieb nur mit 0,30 € je Entfernungskilometer als Betriebsausgabe zu berücksichtigen seien.

Nach Auffassung des Finanzgerichts Düsseldorf sind die Fahrtkosten von der Wohnung zur Einsatzstelle in vollem Umfang als Betriebsausgaben abziehbar.