Vorsicht bei der dauerhaften Reduzierung von Pensionszusagen

 

Häufig wurden in der Vergangenheit den Gesellschaftern von GmbH durch ihre Kapitalgesellschaften Versorgungsbezüge im Alter in Form von Pensionszusagen zugesagt. Versorgungsbezüge können in Höhe eines festen Betrages (z.B. monatlich 2.000 €) aber auch in einem Prozentsatz zugesagt werden.

Die Höhe der Pensionszusage ist nach den allgemeinen Grundsätzen grundsätzlich steuerlich anzuerkennen. Soweit eine Überversorgung liegt, handelt es sich insoweit um eine verdeckte Gewinnausschüttung. Eine Überversorgung ist hiernach regelmäßig anzunehmen, wenn die Versorgungsanwartschaft zusammen mit der Rentenanwartschaft aus der gesetzlichen Rentenversicherung 75 % der am Bilanzstichtag bezogenen Aktivbezüge übersteigt.

Eine Überversorgung ist aus steuerrechtlicher Sicht regelmäßig auch dann gegeben, wenn die Versorgungsanwartschaft trotz dauerhaft abgesenkter Aktivbezüge unverändert beibehalten und nicht ihrerseits gekürzt wird. Darauf, ob die Kürzung der Anwartschaft nach arbeitsrechtlichen Maßgaben zulässig ist, kommt es nicht an (Urteil des BFH vom 27.3.2012 - I R 56/11).