Rückstellung für Nachbetreuung von Versicherungen

 

Der Bundesfinanzhof hat in 2011 in vier Urteilen zur Behandlung dieser Rückstellung Stellung genommen. Grundsätzlich sind Rückstellungen in der Steuerbilanz wegen Erfüllungsrückstand zu bilden, wenn für die weitere unentgeltliche Betreuung Aufwand anfällt.

Für die Höhe der Rückstellung ist der jeweilige Aufwand für die Betreuung pro Vertrag und Jahr von entscheidender Bedeutung. Der voraussichtliche Zeitaufwand ist im Einzelnen darzulegen.

Die Bewertung erfolgt in der Steuerbilanz mit den Stichtagkosten zum jeweiligen Bilanzstichtag. Da es sich um eine Sachleistungsrückstellung handelt, mit der bereits begonnen wurde, ist in der Steuerbilanz nicht abzuzinsen.

Auch in der Handelsbilanz ist dies eine Pflichtrückstellung, allerdings abzuzinsen, da die Restlaufzeit größer als ein Jahr ist. Die Rückstellung ist mit dem Erfüllungsbetrag (Zukunftswert) zu bewerten.'