Fälligkeit der Tantieme

 

Der Anspruch auf Tantieme wird mit Feststellung des Jahresabschlusses fällig, sofern nicht zivilrechtlich wirksam und fremdüblich eine andere Fälligkeit vertraglich vereinbart ist. Zu diesem Ergebnis kam der Bundesfinanzhof (BFH) mit Urteil vom 3.2.2011 (Az.: VI R 66/09).


Im Streitfall war die Tantiemeforderung für den Alleingesellschafter der GmbH 3 Monate nach Feststellung des Jahresüberschusses fällig. Dieser zivilrechtliche Fälligkeitszeitpunkt, der im Anstellungsvertrag vereinbart wurde, ist bei einer fremdüblichen Vereinbarung auch steuerlich maßgebend.


Auch hinsichtlich der Zeitspanne von 3 Monaten hatte der entscheidende Senat keine Bedenken, denn üblicherweise benötigte die Gesellschaft bei höheren Tantiemen Zeit, um die Liquidität für die Auszahlung herzustellen. Drei Monate sind dafür (noch) keine unangemessen lange Zeitspanne.