Sonderausstattung beim Pkw und 1 %-Regelung

 

Die private Kfz-Nutzung kann entweder nach der Fahrtenbuchmethode oder nach der sog. 1%-Regelung ermittelt werden.

Bemessungsgrundlage für die 1%-Regelung ist nach § 6 Abs. 1 Nr. 4 EStG der inländische Listenpreis im Zeitpunkt der Erstzulassung zuzüglich der Kosten für Sonderausstattungen einschließlich der Umsatzsteuer.

Dies wurde bisher so ausgelegt, dass nachträglich eingebaute Sonderausstattungen die Bemessungsgrundlage für die 1%-Regelung erhöhen. Dies sieht der Bundesfinanzhof (BFH) aber anders. Mit Urteil vom 13.10.2010, VI R 12/09, hat der BFH entschieden, dass Kosten für den nachträglichen Einbau einer Flüssiggasanlage nicht als Kosten für Sonderausstattung in die Bemessungsgrundlage für die sog. 1%-Regelung einzubeziehen sind.

Im vorliegenden Fall wurde die Sonderausstattung erst nach der Zulassung eingebaut. Das Fahrzeug ist somit im Zeitpunkt der Erstzulassung nicht werkseitig mit einer Flüssiggasanlage ausgestattet gewesen. Die Bemessungsgrundlage der 1%-Regelung ist stets bezogen auf den Zeitpunkt der Erstzulassung nach dem inländischen Listenpreis zuzüglich der Kosten für Sonderausstattungen einschließlich der Umsatzsteuer zu ermitteln.

Die Kosten für den nachträglichen Einbau der Anlage sind somit nicht als Sonderausstattung in die Bemessungsgrundlage der 1%-Regelung einzubeziehen.