Private Pkw-Nutzung des Gesellschafter-Geschäftsführers und vGA

 

Gesellschafter-Geschäftsführer erhalten üblicherweise einen Pkw der GmbH zur betrieblichen Nutzung. Soweit die private Nutzung (z.B. Privatfahrten oder Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte) zugelassen wird, handelt es sich auf der Seite des Geschäftsführers um einen lohnsteuerlichen Sachbezug.

Nach den BFH-Entscheidungen vom 23.1.2008 und vom 17.7.2008 ist nur diejenige Nutzung eines betrieblichen Kfz durch einen Gesellschafter-Geschäftsführer betrieblich veranlasst, welche durch eine fremdübliche Überlassungs- oder Nutzungsvereinbarung abgedeckt wird. Erfolgt eine Nutzung ohne eine solche Vereinbarung liegt eine verdeckte Gewinnausschüttung (vGA) vor.

Auf der Ebene der Kapitalgesellschaft ist für die Bemessung der vGA im Zusammenhang mit der privaten Kfz-Nutzung von der erzielbaren Vergütung auszugehen, dies entspricht dem gemeinen Wert (inkl. eines angemessenen Gewinnaufschlags). Aus Vereinfachungsgründen kann es die Finanzbehörde im Einzelfall zulassen, dass die vGA mit 1% des inländischen Listenpreises im Zeitpunkt der Erstzulassung zzgl. der Kosten für Sonderausstattung einschließlich Umsatzsteuer für jeden Kalendermonat bewertet wird.