Fit für SEPA?

 

a) Bisherige Verlängerung
SEPA sollte zum 1.2.2014 verpflichtend eingeführt werden. Dann hatte die Europäische Kommission entschieden, dass die Umstellungsfrist für SEPA bis zum 1.8.2014 verlängert wird.
Dies bedeutet, dass die Banken noch bis zum 31.7.2014 alle Zahlungen in den Nicht-SEPA-Formaten annehmen können.

Mit einer erneuten Verlängerung ist nach dem aktuellen Stand nicht zu rechnen, so dass dann ab 01.08.2014 SEPA verpflichtend anzuwenden ist.

b) Was ist SEPA?
SEPA (Single Euro Payments Area) ist ein einheitlicher Euro-Zahlungsverkehrsraum, in dem alle Zahlungen wie inländische Zahlungen behandelt werden. Der Unterschied zwischen nationalen und grenzüberschreitenden Zahlungen entfällt.
Jeder Kontoinhaber, ob Privatperson, Unternehmen oder Verein, ist von der Umstellung auf SEPA betroffen.
Der Geltungsbereich von SEPA umfasst alle 28 EU-Staaten sowie Island, Liechtenstein, Monaco, Norwegen und die Schweiz. Auch in die Nicht-Euro-Staaten sind mit SEPA Überweisungen in Euro möglich.

c) Einführung
SEPA wurde Anfang November 2009 parallel zum nationalen Zahlungsverfahren eingeführt. Zum 31.07.2014 wird das nationale Zahlungs-verfahren für Geschäftskunden abgeschafft.
Somit müssen alle Zahlungssysteme spätestens zum 01.08.2014 auf SEPA umgestellt sein.
Eine Ausnahme gilt für Verbraucherinnen und Verbraucher.

d) IBAN
Die IBAN (International Bank Account Number) ist eine internationale Bankkontonummer und löst künftig in Deutschland Kontonummer und Bankleitzahl ab. Die Länge der IBAN variiert je nach Land zwischen 15 und 34 Stellen.
In Deutschland ist die IBAN 22-stellig und immer gleich aufgebaut: Sie besteht in Deutschland aus der Länderkennzeichen (DE), einer 2-stelligen Prüfziffer, gefolgt von der 8-stelligen BLZ und der 10-stelligen Kontonummer. Bei kürzeren Kontonummern füllt ein Großteil der Banken ihre fehlenden Stellen vor der Kontonummer mit 0en auf.

Die Prüfziffer in der IBAN macht Fehlzahlungen aufgrund Zahlendreher unwahrscheinlich. Ein Großteil der Überweisungen und Lastschriften mit falsch eingegebenen IBANs können von den Zahlungssystemen dadurch automatisch erkannt und abgewiesen werden.

e) BIC (auch SWIFT-Code oder SWIFT-BIC)
Der BIC (Business Identifier Code) ist eine international standardisierte, eindeutige Bankleitzahl. Der BIC ist je nach Bank 8 oder 11 Stellen lang und auch für Auslandsüberweisungen außerhalb des SEPA-Raums gültig.

f) SEPA-Überweisungen
Die IBAN ersetzt auf Überweisungen künftig Kontonummer und Bankleitzahl.

g) Neues Lastschrifteinzugsverfahren
Voraussetzung für das SEPA-Lastschriftverfahren ist zukünftig ein SEPA-Lastschriftmandat. Ein SEPA-Lastschriftmandat ist die rechtliche Legitimation für den Einzug von SEPA-Lastschriften. Ein Mandat umfasst sowohl die Zustimmung des Zahlers zum Einzug der Zahlung per SEPA-Lastschrift an den Zahlungsempfänger als auch den Auftrag an den eigenen Zahlungsdienstleister zur Einlösung der Zahlung.
Es werden zwei Verfahren unterschieden: