Erbschaftsteuerreform – Es ist vollbracht!

 

Mittlerweile liegen die Ergebnisse des Vermittlungsausschusses vor. Der Bundestag hat über die vorgeschlagenen Änderungen am 30.09.2016 abgestimmt und auch der Bundesrat hat der Reform in seiner Sitzung vom 14.10.2016 zugestimmt. Die Forderungen des Bundesrates nach deutlicher Verschärfung der Regelungen zur Optionsverschonung – also der vollständigen Steuerbefreiung der Zuwendung von Unternehmensvermögen – sowie der Herausnahme vermögensverwaltend tätiger GmbH & Co. KG`s aus dem Begünstigungskatalog wurden (zum Glück) nicht in das Gesetz mit aufgenommen.

Allerdings wurden die Regelungen zum sogenannten betrieblichen Verwaltungsvermögen, welches nach der Neuregelung trotz Zugehörigkeit zum Betriebsvermögen nicht an der entsprechenden erbschaftsteuerlichen Begünstigung teilnimmt, noch einmal verschärft. Eine Entschärfung wurde jedoch bei der Bewertung des übertragenen Unternehmensvermögens mit aufgenommen: Der entsprechende Kapitalisierungsfaktor ist nun nicht mehr an die langfristig erzielbare Rendite öffentlicher Anleihen gekoppelt, sondern wird im Gesetz festgeschrieben und kann durch Rechtsverordnung flexibel angepasst werden.

Er ist nach der Neufassung des Gesetzes nunmehr bereits rückwirkend ab dem 01.01.2016 mit dem Faktor 13,75 festgesetzt – eine deutliche Absenkung gegenüber dem ursprünglich für das Jahr 2016 festgelegten Wert i.H.v. 17,86.

Hinweis: Zum Jahreswechsel 2016/2017 werden wir Ihnen die wichtigsten Neuregelungen des Erbschaftsteuerreformgesetzes 2016 vorstellen.