Elektronische Übermittlung der Steuererklärungen


a) Verpflichtung ab 2011
Ab dem Veranlagungszeitraum 2011 sind Unternehmen verpflichtet, ihre Jahressteuer­erklärungen auf elektronischem Weg an das Finanzamt zu übermitteln.

b) Einkommensteuererklärung
Die Einkommensteuererklärung 2011 ist für Steuerpflichtige, die Gewinneinkünfte erzielen, elektronisch zu übermitteln.
Gewinneinkünfte sind Einkünfte
aus Land- und Forstwirtschaft
aus Gewerbebetrieb aus selbständiger Arbeit

Die Pflicht zur elektronischen Übermittlung greift nicht, wenn neben den Gewinneinkünften Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit mit Steuerabzug erzielt werden und die positive Summe der Einkünfte, die nicht dem Steuerabzug vom Arbeitslohn zu unterwerfen waren, sowie die positive Summe der Progressionseinkünfte jeweils den Betrag von 410 € nicht übersteigen.
Die elektronische Übermittlung ist aber auch in diesen Fällen möglich.

c) Andere Jahressteuererklärungen
Unabhängig vom Vorliegen von Gewinneinkünften besteht die gesetzliche Verpflichtung zur elektronischen Übermittlung auch für:

Umsatzsteuererklärungen für Besteuerungszeiträume, die nach dem 31.12.2010 enden
Körperschaftsteuererklärungen sowie Erklärungen zur gesonderten Feststellung von Besteuerungsgrundlagen ab dem Veranlagungszeitraum 2011
Gewerbesteuererklärungen und Erklärungen für die Zerlegung des Gewerbesteuermessbetrags ab dem Erhebungszeitraum 2011
Feststellungserklärungen für nach dem 31.12.2010 beginnende Feststellungszeiträume die Anlage EÜR (Einnahmeüberschussrechnung) für Wirtschaftsjahre, die nach dem 31.12.2010 beginnen